Bergsport? Aber sicher!

Unterwegs in den Bergen: Brauchen wir mehr Regeln für unsere Sicherheit? Foto: Eliane Drömer

Unterwegs in den Bergen: Brauchen wir mehr Regeln für unsere Sicherheit? Foto: Eliane Drömer

Von Eliane Drömer

Hast Du schon brenzlige Situationen beim Bergsport erlebt? Schon mal gedacht: Da habe ich aber Glück gehabt? Sollte es strengere „Regeln“ für den Alpinsport geben? Diese Fragen stellen wir aus Anlass der Gründung des „Bayerischen Kuratoriums für alpine Sicherheit“. Es hat zum Ziel, durch Unfallforschung und Prävention die Sicherheit in den Bayerischen Bergen zu erhöhen und Bergfreunde für das Thema zu sensibilisieren. Ob Moutainbiken, Klettern, Wandern, Ski-/Snowboardfahren, Tourengehen oder mehr  – wir schätzen den Spaß und den Erholungsfaktor beim Bergsport. Aber haben wir bei der Vorbereitung eines Bergsporttages auch die Sicherheit im Blick, checken Wetter, Ausrüstung, Tourlänge etc.? Allein die Bergwacht Bayern ist im Jahr bei rund 12.000 Einsätzen unterwegs, um Menschen zu helfen – vom Spaziergänger bis zum Extremsportler.

Auf einer Pressekonferenz  konkretisierten der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der Kuratoriumsvorsitzende Roland Richter die Maßnahmen des neuen Kuratoriums: In Kooperation mit Fachverbänden, Ministerien und weiteren Experten entsteht ein bayernweites Netzwerk, deren Mitglieder zukünftig ihre Erkenntnisse und statistischen Zahlen austauschen, um Handlungsempfehlungen z.B. für die Ausrüstung abgeben zu können. So gehören der Deutsche Alpenverein zum Netzwerk, der Deutsche Polizeibergführerverband, der Deutsche Skilehrerverband und alle weiteren alpinen Institutionen in Bayern.

Jedes Jahr verunglücken nach Angaben von Herrmann in den bayerischen Alpen rund 50 bis 70 Menschen tödlich. Unfälle, die glimpflich verlaufen, werden oft gar nicht erfasst. Einige Organisationen und Verbände führen bereits erfolgreiche Unfallforschung und -prävention durch. Hier will das Kuratorium Verbindungen schaffen und Lücken schließen. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die Unfallforschung zu intensivieren, wissenschaftliche Arbeiten zu koordinieren und die Prävention zu verbessern. Eine Erfassung des gesamten Unfallgeschehens und eine ausführliche Analyse mit aussagekräftigen Statistiken sollen durch das Netzwerk mit entsprechender Struktur und Zielsetzung möglich werden. Noch in 2012 will das Kuratorium erste Ergebnisse vorlegen.

Vorbild ist übrigens das vor fast 50 Jahren gegründete Österreichische Kuratorium für Alpine Sicherheit: http://www.alpinesicherheit.at/
Mehr Informationen zum Bayerischen Kuratorium für alpine Sicherheit demnächst unter www.alpinesicherheit-bayern.de

Wir wollen eure Meinung hören!

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