Hardmoves: Bouldern am Limit!

Jule Wurm in Action bei der Boulder League. Foto: Schollefoto

Jule Wurm in Action bei der Boulder League. Foto: Schollefoto

Wuppertal, Samstagabend, 3. März 2012, Superfinale HardMoves Boulder League. Bei dem von Licht, Sound und hundertfachem Applaus angefeuerten Spektakel verschoben 25 Athleten von fünf Finalteams die Grenzen des Machbaren – präsentiert von XsportSisters.

Die Wupperwände bebten, als über 700 Zuschauer und Zuschauerinnen Stefan Danker vom Team Boulderwelt München die stark überhängende Wand des letzten Boulders hoch peitschten. Mit der rechten Hand erreicht er als erster und einziger den Topgriff und –  rutscht ab. Mit seiner zweiten Hand am Topgriff wäre seiner Mannschaft – die gleich bei ihrer ersten Teilnahme ins Finale einzog – die absolute Sensation geglückt und der Pokal hätte das erste Mal in drei Jahren das Wuppertal verlassen. Mit nur 50 Punkten Vorsprung kletterte das Team Wupperwände auf das Siegertreppchen. Kleinste Bewegungsnuancen entschieden über die Platzierungen der fünf Finalteams, in denen Athleten mit Weltklasseniveau am Start waren.

So kämpfte Christoph Gabrysch vom Team Camp4 Zweibrücken an dem aus vier frei schwingenden Elementen bestehenden Hangel-Boulder bis zum letzten Zug am absoluten Limit. Eine Performance, welche die Zuschauer und Zuschauerinnen zur Raserei brachte und die bis auf den letzten Platz ausverkaufte Halle mit purem Adrenalin füllte.

Angetrieben vom Teamgedanken gingen die Kletterer und Kletterinnen weit über ihre Kräfte hinaus und zeigten Moves jenseits von physikalischen und physischen Grenzen. Wie Lokalmatadorin Jule Wurm und Julia Winter vom Team Boulderlounge Chemnitz, die beide im zweiten Versuch am zweiten Boulder Kletterakrobatik de Luxe und Nerven aus Stahl bewiesen. Jedoch hatte Winters als großer Favorit gehandeltes Team nicht das Siegerglück, sondern landete überraschend auf Platz 4. Platz 3 erkletterte Camp4 und das bei seinem Debüt ebenfalls ins Finale eingezogene Team Rocktown Kaiserslautern erreichte Platz 5.

Über Sieg und Niederlage entschied bei dem immensen Leistungsniveau der Finalteilnehmer und Teilnehmerinnen letztendlich das Quäntchen Glück, was die nur wenige Punkte und Handgriffe voneinander entfernten Ergebnisse zeigen.  Dass die Boulder-Gemeinde auch weltklasse im gemeinsamen Feiern ist, bewiesen Athleten und Fans bei der großen Aftershow-Party, die ihre ganz eigenen Limits sprengte.

Der letzte Schlachtruf der zum Schluss die Halle erfüllte war: „Nach den HardMoves ist vor den HardMoves!“ Und bereits jetzt entstehen in den Köpfen der HardMoves-Machern von der Climb-Inn GmbH  neue Ideen für neue Superlativen und Grenzverschiebungen.

  1. Platz: Wupperwände Wuppertal (420 Punkte)
  2. Platz: Boulderwelt München (370 Punkte)
  3. Platz: Camp4 Zweibrücken (370 Punkte)
  4. Platz: Boulderlounge Chemnitz (320 Punkte)
  5. Platz: Rocktown Kaiserslautern (140 Punkte)
    Mehr Fotos von dem grenzüberschreitenden Wettkampf in der Foto-Galerie von XsportSisters-Fotograf Chris Schulze (Schollefoto).

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