Wakesurferin Korina will den Weltmeistertitel

Wenn Wakesurferin Korina Smyrek (33) morgens zum Training an den See geht und alles um sie herum erwacht, ist sie immer wieder aufs Neue berührt. „Die Natur, das Wasser, die Farben, die Sonne – das ist eine große Faszination“, erzählt die Schweizerin bewegt. In der Morgensonne gleitet sie samt Wakesurfbrett ins Wasser. Sie stellt sich auf das Brett,  umgreift den Griff eines Seils. Ein für Wakesurfen ausgerichtetes Motorboot zieht Korina am Seil auf den See hinaus. Ist die ideale Wellenhöhe erreicht, lässt die Profi-Sportlerin das Seil los – und der Spaßbeginnt. „Ich gehe auf, wenn die Welle und ich eins beim Wakesurfen sind”, schwärmt Korina.

Der Anspruch an ihre Tricks ist enorm. Denn die Wakesurferin bereitet sich derzeit in den USA auf die Weltmeisterschaften vor, die vom 23. bis 24. September 2011 auf dem Colorado River in Parker/ Arizona ausgetragen werden. Im vergangenen Jahr (2010) erkämpft sich die Schweizerin den zweiten Platz in der Division Pro Women Surf. Der muss auch dieses Mal drin sein. Mindestens.

Während ihrem USA-Trip ist sie mit mit bekannten Profis wie Chase Hazen und James Walker sowie auch mit Dennis Horton (Team Manager The Walker Project) am Wakesurfen gewesen, welche wertvolles Feedback geben konnten. Das trägt Früchte. So hat Korina kürzlich zwei besonders schwierige Tricks gemeistert: Den „Surface Reverse 360“ und „Air 180 to Reverse“. (Siehe Video!) Mit denen will sie sich am Wettkampf messen.

Vor sechs Jahren hat Korina ihre Liebe zum Wakesurfen entdeckt, inzwischen bestreitet die talentierte Freestylerin erfolgreich Wettkämpfe. Die Sportart ähnelt dem Wellenreiten im Meer. Allerdings wird auf Seen oder Flüssen gesurft – respektive in der Heckwelle von einem Boot, welche von speziellen Booten künstlich erzeugt wird. So kommen Surfer/innen auf ihre Kosten, die nicht in der Nähe des Meers leben. Besonders der verspielte „Surfstyle“ hat es Korina angetan, dessen Tricks aus verschiedenen Freestyle-Sportarten Einfluss haben. „Das Springen und die verschiedenen Rotationen bereiten mir sehr viel Spaß“, erklärt die lebhafte Schweizerin.

Allerdings ist es für die kaufmännische Angestellte nicht immer einfach, ihren sportlichen Ehrgeiz und ihre Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Wakesurfen ist ein junger Trendsport, der noch wenig bekannt ist – und damit auch kaum gefördert wird. Für den Moment ist Nebensache. Der Colorado River wartet. Und XsportSisters drücken fest die Daumen.

Beste Wettkampf-Ergebnisse von Korina Smyrek (*1977)

2011:

1. Platz “Chill and Ride”/ Deutschland
1. Platz “Come and Ride by MasterCraft/ Schweiz
2. Platz GVA Wakesurftour/ Schweiz

 

2010:

2. Platz World Wakesurfing ChampionshipsPro Women Surf/ Minneapolis/ MS/ USA

1. Platz “Chill and Ride”/ Deutschland

1. Platz “King of the Lake” Tourstop Bourget Du Lac/ Frankreich

1. Platz “King of the Lake” Tourstop Talloires/ Frankreich

1. Platz “King of the Lake” Tour Winner/ Frankreich

2. Platz “Wakesurf Festival/ Schweiz

2. Platz “Wake+Jam”/ Schweiz

 

2009:

2. Platz “Chill and Ride”/ Deutschland

2. Platz “King of the Lake” Tourstop Bourget du Lac/ Frankreich

2. Platz “King of the Lake” Tourstop Talloires/ Frankreich

3. Platz  “King of the Lake” Overall ranking/ Frankreich

2. Platz “Wakesurf Festival” Best Trick/ Schweiz

 

2008:

1. Platz “Wakesurf Festival”/ Schweiz

1. Platz “Oneill Wakesurftour” Tourstop Horgen/ Schweiz

2007:

1. Platz “Oneill Wakesurftour”/ Schweiz

1. Platz “Swiss Wakesurf/ Wakeboard Tour”/ Schweiz

2. Platz “Backwash II”/ Schweiz

2006:

1. Platz “Oneill Wakesurftour” Tourstop Staefa/ Schweiz

1. Platz “Wakesurf Festival”/ Schweiz

2. Platz “Backwash”/ Schweiz

1+3. Platz “Shake the Lake”/ Schweiz

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