5. März: Top-Ladys bei Boulder-League!

Eine Hangel-Show - wie hier bei der vergangenen Boulder-League - zählt zu den Highlights der Finalshow. Pressefoto/Wupperwände

Eine Hangel-Show - wie hier bei der vergangenen Boulder-League - zählt zu den Highlights der Finalshow. Pressefoto/Wupperwände

Kletter-FreundInnen aufgepasst: Das Finale von Deutschlands größter  Bouldercompetition naht. Am Samstag, 5. März 2011, wird es in der Wuppertaler Kletterhalle “Wupperwände” heiß hergehen, wenn Top-Sportler/innen für den Sieg der Scarpa Hardmoves alles geben. Über 120 Finalisten und Finalistinnen versuchen sich an 40 Boulderproblemen. Unter den 39 Frauen kämpfen Deutschlands Kletter-Asse Jule Wurm (Wuppertal/Dortmund), Julia Winter (Chemnitz) und Andi Fichtner (Stuttgart) um den Sieg.

Die „Scarpa Hardmoves Boulderleague“ startete am 18. Dezember in Wuppertal, die  Qualifikationsrunden liefen in  zwölf Boulder- und Kletterhallen. In Berlin, Hamburg, Bremen, Hannover, Kassel, Wuppertal, Köln, Zweibrücken, Heilbronn, Heidelberg, Chemnitz  und Regensburg suchten die Hallen ihre stärksten Jungs und Mädels im seilfreien Klettern.

Nach Ablauf der Qualifikationsphase stehen die besten Starter und Starterinnen nun im Finale, das  jede Menge Action  verspricht. Die Finalisten und Finalistinnen versuchen sich an 40 Boulderproblemen, fünf Teams kämpfen schließlich im Superfinale gegeneinander. Warum das Event jede Menge mit Frauen-Förderung zu tun hat, erklärt Mitorganisator Tobias Reichert von den „Wupperwänden“.

Jedes Team muss mindestens drei Frauen stellen. Warum?
Tobias Reichert: Weil in den meisten Kletter-Hallen die Frauen-Szenen kleiner sind. Das kann für sie demotivierend sein. Frauen und Mädchen haben somit weniger Möglichkeiten, sich zu qualifizieren. Wir aber wollen Mädchen und Frauen dabei haben und sie nicht vom Wettkampf-Geschehen ausschließen. Das Frauen-Klettern steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber es entwickelt sich rasant. Dem Prozess wollen wir Aufwind geben. Wir wollen keine reine Männer-Domäne werden.

Profi-Kletterinnen sind manchmal enttäuscht von den Boulder-Routen für Frauen und fühlen sich unterfordert.
Tobias Reichert: Bei unserer  Competition  haben die Frauen dieselben Routen wie die Männer. Sie sind dabei benachteiligt, weil sie kleiner sind, denn an künstlichen Wänden gibt es keine Felsstruktur. Wenn ihre Armspanne an bestimmten Stellen nicht reicht, wird es schwierig. Frauen können die Routen bei unserem Wettkampf aber auch schaffen und Tritte zum Beispiel mit ihren Fingern greifen. Jule Wurm ist zum Beispiel extrem beweglich und stark. Bei anderen Wettkämpfen sind die Routen von Frauen anders geschraubt als bei den Männern, weil es unter Frauen sehr große Leistungsunterschiede gibt. Die Spitze kann mit den Männern mithalten, aber die breite Masse ist noch nicht so gut.

Warum eine „Bouldercompetition“?
Tobias Reichert: Die vielen Kletterer und Kletterinnen kennen sich untereinander, auf Wettkämpfen sagen sie: Wir treffen uns alle mal! Aber so ein Treffen findet nie statt. Die Bouldercompetition ist ein großes Treffen für alle. Das Finale wird gut besucht sein. Das ganze Event ist Show genug – da brauchen wir keine Tombola.

“Scarpa Hardmoves Boulderleague 2011”, Finale: Samstag, 5. März 2011, 13.30-18 Uhr, Superfinale ab 20 Uhr, DAV Kletterzentrum Wupperwände Wuppertal, www.hard-moves.de

Hallen und Qualifikationszeiträume:

Wuppertal – DAV Kletterzentrum Wupperwände – 18.12.10 – 13.02.11

Berlin – Der Kegel – 22.1.11- 18.02.2011

Heilbronn- Die Kletterarena – 17.01.11. – 27.02.11

Bremen – Linie7 – 15.01.11. – 19.02.11

Hannover – Escaladrome – 27.12.10 – 27.02.11

Köln – Kletterfabrik – 11.01.11 – 08.02.11

Kassel – Vertical World – 29.01.11 – 26.02.11

Hamburg – Salon du Bloc – 24.01.11 – 20.02.11

Regensburg – DAV Kletterzentrum – 24.01.11 – 20.02.11

Zweibrücken – Camp4 – 18.12.10 – 13.02.11

Heidelberg – Boulderhaus – 27.12..10 – 27.02.11

Chemnitz – Boulderlounge – 15.01.11 – 26.02.11

Finale: Samstag, 5.3.2011 DAV Kletterzentrum Wupperwände

Stand: 3. März 2011

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